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Omana Regional Park, Januar 2018

Omana Regional Park, Januar 2018

20.01.2018
Der Überflug von Melbourne nach Auckland hat gerade mal 3 Stunden gedauert und dann hieß es auch schon Kia ora (Grußformel in der Máori Sprache). So toll Australien auch war, wir freuen uns doch schon sehr auf Neuseeland, weil uns so viel Positives darüber berichtet wurde und weil wir uns auf das Abenteuer Campervan freuen.
Wir verlassen das Flughafengebäude und stellen fest: es ist ganz schön warm. Eingestellt haben wir uns auf 20 Grad max, finden jedoch warme 27 Grad vor. Alle sehen recht gequält aus, weil dies wohl für Neuseeland untypisch und unerträglich heiß ist. Wir finden es nach den kanpp 40 Grad sehr angenehm.
Ein Shuttlebus bringt uns zum Camperverleih und die Aufregung steigt. Da steht er! Unser Mercedes Sprinter mit Dusche, WC, Küche und Liegeplätzen für 3 Personen. Nachdem der Papierkram erledigt ist, bekommen wir eine Einweisung und unheimlich viele Erklärungen zum Thema Strom, Wasser, Abwasser, Gas, Elektrik, Handbremse, Kochfeld, Dusche und WC. Puh…wir nicken freundlich und werden einfach alles in der Anleitung nachlesen, denken wir uns – denn unsere Campingerfahrung ist gleich Null. Wir lassen uns einfach mal überraschen.

Wir verlassen Auckland, der Wind der Camperfreiheit weht uns um die Ohren und wir stürzen uns ins Abenteuer. Unsere erste Übernachtung ist direkt für Fortgeschrittene. Wir übernachten im Omana Regional Park auf einem Campingplatz ohne Versorgung. Sprich, es ist einfach nur ein Stellplatz ohne Strom- und Wasseranschlüsse, ohne öffentliche Küche und WC/Duschen. Ist ja nicht schlimm, wir haben ja alles dabei.
Bevor wir auf unserem Schlafplatz eintreffe, kaufen wir ein und befüllen ordentlich unseren Kühlschrank.

*Eine witzige Storry: Anders, als in Australien, gibt es hier direkt im Supermarkt Alkohol. Wir nehmen also eine Flasche Wein mit, die uns der Kassierer jedoch verweigert. Ich würde aussehen, als wäre ich unter 30 und da sind die Kassierer verpflichtet, den Ausweis zu überprüfen, um festzustellen, dass ich über 18 bin. Leider hatte ich ihn im Auto und war auch zu faul, um ihn zu holen. Naja, egal. Als wir den Supermarkt verlassen, kommt eine Einheimische auf uns zu, die mich fragt, ob sie die Flasche Wein für mich kaufen soll :D diese blöden Regeln würde sie echt nicht nachvollziehen können :D Wir bedanken uns ganz höflich, lehnen aber ab.

Als wir in Omana ankommen, gehen wir direkt spazieren und erfreuen uns der Natur, Ben tobt auf der Wiese und erkundet den Spielplatz.

Zurück im Camper bereiten wir alles für die Nacht vor. Wir stellen fest, dass wir unsere Geräte nicht laden können. Die Steckdosen funktionieren nicht, ohne dass man den Camper an die 240 Volt Stromversorgung anschließt. Die Hausbatterie speist also nur das Licht und die Abzugshaube. Ergo keine Mikrowelle und Steckdosennutzung ohne Stromanschluss am Campingplatz.
Gut hingegen finden wir das Bett. Unsere Liegewiese ist kuschelig und relativ groß. Mal schauen, wie das Einschlafen mit Ben zusammen funktioniert…schließlich ist er es gewohnt in seinem eigenen Bett alleine einzuschlafen und zu schlafen.

Positiv ist, dass wir alle unsere Sachen in den Schränken und Ablagemöglichkeiten verstaut haben. Kein Chaos also.
Weil uns das mit dem Wasser und Abwasser alles noch nicht so klar ist, verzichten wir auf die abendliche Dusche.

Wir schließen das Auto ab und schlafen erschöpft und schnell ein. Gute Nacht Neuseeland.

21.01.2018
Guten Morgen! Unser Babywecker weckt uns um 08:30. Er sitzt vor mir und grinst – findet es wohl auch komisch, dass ich in seinem Bett schlafe. Noch witziger findet er es, als er Papa entdeckt. Voller Energie schmeißt er sich auf ihn drauf. Zusammen aufwachen: schön! Zusammen schlafen – nicht so erholsam. So lautet das Fazit zumindest nach der ersten Nacht. Das Einschlafen ging ganz gut – er hat sich bestimmt 100 Mal von links nach rechts gedreht, schließ dann erschöpft ein.

Gerädert starten wir in den Tag – unsere gute Laune hat den Flieger nach Neuseeland wohl verpasst.
Sauer sitzt Lutz am Steuer und beschwert sich, dass wir noch keine Routenplanung aufgestellt haben. In kurzen Stichpunkten trägt er mir vor, warum das Campen scheiße ist. Ich muss sagen, dass ich innerlich seinen Gedanken zustimme. Ich tue jedoch so, als fände ich alles toll. War ja auch schließlich meine Idee :D
Wir machen eine kurze Pause und Lutz wäscht sich die Haare. Danach steigt die Laune um Einiges!
Weiter geht es zum Mount Mounganui. Vielleicht buchen wir uns da auch einfach ein Hotel.

 

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