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Melbourne, Januar 2018

Melbourne, Januar 2018

17.01.2018

Melbourne begrüßt uns mit Wolkenkratzern, einer tollen Skyline und STAU. Das haben wir gar nicht vermisst. Natürlich sind wir auch noch pünktlich zum Feierabendverkehr in Melbourne angekommen und haben für die letzten paar Meter eine gefühlte Ewigkeit gebraucht.

Faktencheck: Melbourne ist die Hauptstadt des Bundesstaates Victoria und beherbergt 4,72 Millionen Einwohner. Wahnsinn. Die Bevölkerung der Stadt besteht zum Größten Teil aus Einwanderern, die u. a. chinesischer, britischer, griechischer, italienischer, irischer, kroatischer oder vietnamesischer Herkunft sind.

Wir wohnen in einem Appartementhotel in Downtown, das nach einem berühmten Pferd benannt wurde – dem Pegasus. Als wir am Abend spazieren gehen, stellen wir fest, dass tatsächlich unheimlich viel in chinesisch-asiatischer Hand ist. Die Gastronomie boomt. Wir entscheiden uns für das, was wir kennen und lieben – Zombreros!

18.01.2018

Heiliger Wettergott! Es ist gerade mal 10:45 Uhr und bereits 39 Grad Celsius draußen. Heute treffen wir Candice, die wir auf unserer Reise 2014 in Japan kennengelernt haben. Wir haben den Kontakt über die sozialen Medien seither beibehalten und da sie in Melbourne wohnt, war ein kurzes Treffen ja quasi ein Muss. Es hat sehr viel Spaß gemacht sich mit ihr zu unterhalten – ein entzückender Mensch!

Getroffen haben wir uns in einer nahegelegenen Shoppingmall – voll klimatisiert. Ein Segen diese Klimaanlagen. Es war wirklich sehr nett mit ihr und bei Pancakes und Bacon machen solche Wiedersehen am meisten Spaß.

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Sie verabschiedete sich und wir blieben da und shoppten ein wenig für Neuseeland bzw,. Jessica nach Souvenirs und Mitbringseln für die Lieben daheim. Puh, die Hitze macht einem echt zu schaffen. Als wir am Vormittag losgegangen sind, waren wir noch voller Energie und freuten uns nach den eher frisch temperierten letzten Tagen auf Wärme…doch 39 Grad sind einfach zu viel.

Am Abend kühlt es auch einfach nicht ab. Wir unternehmen noch einen Sightseeingversuch und gehen zu Fuß zum Bahnhof und Innenhafen. Puh. Da kommt einfach keine Freude auf.

Erst, als Jessica und ich ein kühles Blondes zu uns nehmen, geht es etwas besser.

Abends (erst gegen 21:00 Uhr kommt der Appetit) steht “Korean Barbecue ” auf dem Programm. Lutz hütet Ben, wir gehen aus. Gute Arbeitsteilung ;) Nach seinem Südkoreatrip hat Lutz vom Korean Barbecue geschwärmt und da wollten wir es auch unbedingt ausprobieren. Das Prinzip: Man hat einen kleinen Kohlegrill auf dem Tisch und kann sein Fleisch selbst grillen. Dazu gibt es eine koreanische Suppe als Vorspeise, zum Fleisch gibt es koreanische Beilagen und Saucen. Uns hat es sehr gut geschmeckt! Weil wir so hilflos ausgesehen haben, hat die nette Bedienung für uns das Fleisch gegrillt, gewendet und geschnitten (mit einer Schere). Ich habe 600 ml Reiswein getrunken. Lecker :D

19.01.2018

Wir nehmen uns ganz fest vor, bereits um 08:00 das Hotel zu verlassen, um der Hitze zumindest ein wenig zu entfliehen und etwas mehr von der Stadt zu sehen – doch der Reiswein lässt mich einfach nicht früh aufstehen. Also richten wir uns nach Ben, der um viertel nach acht wach wird und nachdem wir uns alle fertig gemacht haben, gehen wir raus in die Sauna.

Habe ich schon erwähnt, dass ich morgens immer frühstücken muss? Es ist wirklich schwer mit zwei Nicht-Frühstücks-Menschen zu reisen. Aus Höflichkeit habe ich auch Sätze gesagt, wie “Nein, ich habe noch keinen Hunger,” , “Nee, wir können auch später essen” Doch mein Blutzuckerspiegel geht auf Grundeis und mit ihm meine Laune, Konzentrationsfähigkeit, Orientierung und Motivation. In Kombination mit 39 Grad Celsius ergibt es Mundwinkel, die bis zu den Füßen reichen, obwohl ich das Gefühl habe zu lächeln. Nein, im Ernst – es ist einfach zu heiß! Viel zu heiß!

Wir gehen trotzdem zu Fuß zum Queen Victoria Market. Ein großer Freiluft Verkaufsbazar, in dem man alles bekommt. Von Obst und Gemüse, bis hin zu Handyhüllen und Jeans. Das erinnert mich an die guten alten Märkte in Kasachstan. Da sah es genauso aus.

Endlich werde ich gefüttert – es gibt Flüssignahrung in Form eines Smoothies. Ich bin vorerst gesättigt.

Wir beschließen wieder zurück ins Hotel zu gehen. Wie ich bereits erwähnt habe, ist es einfach unerträglich heiß. Der Plan lautet: Abkühlung. Also fahren wir zu Brighton Beach und kühlen uns ab – während dessen geht Lutz mit Ben spazieren. #besterpapa

Am Nachmittag steht eigentlich eine Hafenrundfahrt auf dem Programm – doch leider (und leider sehr australientypisch) haben wir die Öffnungszeiten nicht bedacht – das letzte Schiff fährt um 15:30. Na gut, dann gehen wir halt shoppen :D

Nachdem Ben im Bett ist, essen wir zusammen und wir packen unsere 1.000 Sachen in unsere 2 Taschen ein. Mit den neuen Einkäufen wird es ganz schön knapp, aber es passt.

20.01.2018

Es ist 04:00 Uhr, als der Wecker klingelt. Unser Flug nach Auckland geht recht früh und wir müssen noch den Mietwagen tanken und abgeben und unser Gepäck einchecken und so weiter und so fort.

Gegen 05:00 sind wir abreisebereit und verabschieden uns von Reisebuddy Jessica. I <3 U. Schön war es. #bisansendederwelt

Unsere letzten Stunden in Australien brechen an und ist es jetzt Zeit für ein Fazit?

“Es hat uns super gut gefallen” und “Es war wunderschön” kratzt an der Oberfläche. Tatsächlich haben wir so viele unterschiedliche Eindrücke mitgenommen und es gibt zu fast jedem Ort und jeder Sehenswürdigkeit eine kleine oder große emotionale Verbindung durch persönliche Erlebnisse – witzige Geschehnisse, komische Situationen, vielleicht auch Streitereien, Emotionen, die man gemeinsam empfindet, während man etwas sieht und unternimmt. Ereignisse, wie der erste Geburtstag unseres Sohnes oder der Besuch meiner Eltern und der von Jessica, leider ohne Jan, oder Aktionen, wie die bescheuerten Weihnachtsfotos wird man wohl so schnell nicht wieder vergessen. Aber auch tierische und menschliche Begegnungen haben unsere Reise ausgemacht. Geschweige denn meine beiden Hauptreisebegleiter – Ehemann und Sohn. Vor allem der Ehemann stellt sich immer wieder als der beste Reisebegleiter überhaupt heraus. Und der kleine Reisebegleiter macht sich auch richtig gut und versüßt uns jeden Tag mit seinem Lachen und seinen Späßen – und hält uns ganz schön auf Trapp!

Danke auch an den Mietwagen, der uns sicher und ohne Pannen 11.000 km weit gefahren hat.

Und noch einmal ist es mir wichtig zu betonen, dass das hier kein Reiseblog a lá seht her, was wir machen oder “Die Top 10 der Top 10″ sein soll. Es gibt bereits so viele professionelle Reiseblogger, die all die Empfehlungen und Recherchen viel besser meistern, als ich.

Nein, das hier ist fürs Herz und für die Herzensmenschen daheim, die unsere Reise von zuhause aus verfolgen – die wir jeden Tag vermissen. Schon jetzt freuen wir uns auf jeden einzelnen von denen.

Und vor allem ist unser Blog für diese “…weißt du noch…?”-Momente. Die sind am schönsten.

 

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