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Kaikoura, Februar 2017

Kaikoura, Februar 2017

23.02.2018

Heute steht ein Helikopterrundflug über Kaikoura an, den wir bloß nicht verpassen wollen. Weil immer noch viele Straßen gesperrt sind, fahren wir rechtzeitig los und kalkulieren die Verzögerung auf der Umleitungsroute großzügig ein :D

Die Strecke liegt nun leider nicht entlang der Küste, ist dafür aber auch sehr schön. Wir fahren durch die Berge und sehen ein Weinanbaugebiet nach dem anderen.

Am frühen Nachmittag kommen wir in Kaikoura an und checken in unsere Unterkunft ein, es ist ein sehr gemütliches Bed & Breakfast, Familienbetrieben. Schade, dass wir hier nicht länger bleiben.

Dann melden wir uns eine Stunde im Voraus beim Veranstalter :D Dann haben wir sogar noch Zeit für ein Mittagessen. Wir kommen zufällig an einem sehr nett aussehenden Restaurant vorbei, dass mit einer tollen Kinderspielecke wirbt. Guter Deal! Nehmen wir. Ben tobt sich im Spielparadies aus, wir essen in Ruhe – wenn man Kinder hat, ist das schon ziemlich geil, wenn man mal in Ruhe essen kann :D

Pünktlich um 15:00 Uhr stehen wir am kleinen Flugplatz von Kaikoura und bekommen unsere Schwimmwesten und die obligatorische Sicherheitsunterweisung. Ben bekommt Babyohrschutz und weil er damit so süß aussieht, gibt es damit ein kleines Fotoshooting für die Webseite.

Lutz ist schon ein paar Mal Helikopter geflogen und für mich ist es das erste Mal. Ich bin ein wenig aufgeregt, doch dieses Gefühl wird sogleich durch pure Freude ersetzt, als der Pilot abhebt. Das Fliegen fühlt sich hier ganz anders an, als in Flugzeugen – auch anders, als in kleinen Maschinen. Man ist so schwerelos und flexibel. So wendig und schnell. Wahnsinn.

Wir fliegen sofort aufs Meer hinaus, denn wir wollen Wale sehen!

Und auch wenn wir schon oft Sightseeingflüge gemacht haben, ist es doch immer wieder faszinierend die Landschaften und das Meer aus der Luft zu sehen. Durch den Perspektivenwechsel erlebt man die Farben ganz anders. Man sieht Strukturen im Wasser und erkennt von hier aus Farbverläufe, die man sonst nicht sehen würde.

Als erstes fällt uns die tolle Farbe des Wassers auf. Unser Pilot erklärt uns, dass das schöne Türkis durch das starke Erdbeben im Jahr 2016 verursacht wurde. Leider wurde Sediment aufgewirbelt, sodass viele Meeresbewohner sterben mussten und die, die überlebt haben, haben nun wenig Futter.

Dann sehen wir Delfine! Ganz viele! Bestimmt 20 Stück auf einem Haufen. (Leider kein Foto)

Dann sehen wir zwei Ausflugsboote, die einem Wal hinterherschwimmen! Woooow. Das Ding ist locker 25 m lang. Amazing!

Dann sehen wir noch einen Wal, der nicht von Touristen verfolgt wird. Ähm. Eigentlich schon – von uns aus der Luft.

Dann fliegen wir in die Berge und erleben das maximale Hubschrauberabenteuer. Unser kleines Flugobjekt fliegt nicht über alle Berge drüber. Nein. Er fliegt zwischen den Bergen durch. Schwer zu beschreiben, aber eine irres Gefühl – und ein wenig Todesangst :D Hier sehen wir, was die starken Regenfälle der letzten Tage angerichtet haben. Die Bergseen sind über die Ufer getreten und das überschüssige Wasser fließt nun an die Küste und lässt auch da das Wasserlevel steigen. Überflutungen sind die Folge.

Als wir wieder zurück an die Küste fliegen, sehen wir, warum die Küstenautobahn gesperrt wurde. Es liegen viele große Steine, die mit der Wassermenge von den Bergen gespült wurden. Auch sehen wir, dass durch das Erdbeben in 2016 ganze Bergschichten inklusive der Spitzen einfach abgerutscht sind und ebenfalls auf der Straße gelandet sind. Daher ist die SH1 immer noch voller Baustellen.

Zurück auf dem Boden fahren wir noch ein wenig in die Natur und gucken uns Robben an.

Der Tag geht für uns hier schnell zu Ende – nach einem schnellen Zwischenstopp im Supermarkt geht es nach dem Abendessen direkt ins Bett. Denn durch die gesperrten Straßen verzögert sich unsere Fahrt ein wenig. Anstatt 2 Stunden müssen wir nun 6 Stunden fahren. Und leider müssen wir, weil wir ein Ticket für die Fähre auf die Nordinsel haben, welches wir auch nicht umbuchen können. Unser Flug und das Schiff in Singapur werden nicht auf uns warten.

24.02.2018

Es ist 01:00 Uhr in der Früh. Nach 3 Stunden Schlaf machen wir uns flott fertig, packen das schlafende Kind ist das vorgewärmte Auto und sind auch schon um 01.45 Uhr auf der menschenleeren Umleitungsstrecke in Richtung Picton. Was muss, das muss. Wir sind erstaunlich fit. Vielleicht liegt es am Teamspirit, vielleicht auch an dem Sixpack Redbull, den wir schon angebrochen haben. Zur Motivation haben wir uns mit Süßigkeiten eingedeckt und zögern auch nicht, von ihnen Gebrauch zu machen. Ein Gutes hat die nächtliche Fahrt. Unterwegs sehen wir das Wahrzeichen Neuseelands – den Kiwi Vogel. Die sind nämlich ausschließlich nachtaktiv. Vorher hatten wir nicht so die Muße für die flauschigen, kleinen Dinger mit den langen orangenen Schnäbeln aufzustehen – aber jetzt hat unsere Nachtfahrt wenigstens etwas Gutes. Fotos gibt es nicht sorry, wir können froh sein, dass wir keinen von den Dingern überfahren haben :D

 

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